Gesundheitsattest

Gesundheitsatteste – medizinische Leistung mit rechtlichem Rahmen

Gesundheitsatteste werden im ärztlichen Alltag häufig angefragt – sei es für den Arbeitgeber, für Versicherungen, Reiseveranstalter, Behörden, Bildungseinrichtungen oder private Zwecke. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Kassenleistung, sondern um eine individuelle ärztliche Leistung auf Wunsch des Patienten.

Wenn Sie also ein Attest benötigen – unabhängig vom Inhalt oder Zweck – handelt es sich um eine individuelle Privatleistung, die nach GOÄ abgerechnet werden muss. Die Kosten hierfür sind in der Regel überschaubar, aber verbindlich. Die Abrechnung erfolgt fair, transparent und rechtssicher. Sie erhalten auf Wunsch selbstverständlich eine Quittung oder Rechnung zur Vorlage bei Dritten (z. B. Arbeitgeber, Versicherung, Schule).

Gebührenpflicht gemäß GOÄ

Die Ausstellung eines Attests ist eine gebührenpflichtige Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Je nach Art und Umfang des Attests kommen unterschiedliche GOÄ-Ziffern zur Anwendung (z. B. Nr. 70 für einfache Bescheinigungen, Nr. 75 für ausführliche Zeugnisse). Die Abrechnung erfolgt stets transparent und nachvollziehbar.

Ein kostenloses Ausstellen von Attesten ist rechtlich nicht zulässig – selbst wenn die Bescheinigung „nur eine Zeile“ umfasst. Der Grund: Die ärztliche Mitwirkung beinhaltet immer eine fachliche Prüfung und Verantwortung und ist damit nicht bloß ein Gefälligkeitsschreiben.

Aber ein kostenloses Attest würde nicht nur gegen das ärztliche Berufsrecht verstoßen, sondern wäre auch wettbewerbswidrig, da andere Praxen benachteiligt würden. Die Ärztekammern weisen regelmäßig darauf hin, dass kostenlose Atteste eine unzulässige Vorteilsgewährung darstellen.

Gesundheitsattest

Fahreignungs-Untersuchung

Bewerber benötigen für die Erteilung oder Verlängerung einer Fahrerlaubnis der Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E oder der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung für Taxen, Mietwagen, Krankenkraftwagen oder Personenkraftwagen im Linienverkehr oder bei gewerbsmäßigen Ausflugsfahrten oder Ferienziel-Reisen nach § 11 Absatz 9 und § 48 Absatz 4 und 5 der Fahrerlaubnis-Verordnung eine Bescheinigung über eine ärztliche Untersuchung.

Diese Bescheinigung soll der Fahrerlaubnisbehörde Kenntnisse darüber verschaffen, ob bei dem Bewerber Beeinträchtigungen des körperlichen oder geistigen Leistungsvermögens vorliegen, die Bedenken gegen seine Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen begründen und gegebenenfalls Anlass für eine weitergehende Untersuchung vor Erteilung der Fahrerlaubnis geben. Hierfür reicht in der Regel eine orientierende Untersuchung (Screening). Im Zweifel ist die Konsultation von anderen Ärzten nicht ausgeschlossen.

Fahreignungs-Untersuchung

Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)

Die Bioelektrische Impedanzanalyse ist eine von Wissenschaftlern weltweit anerkannte Methode zu Messung der Körperzusammensetzung, bei der schwacher, für den Menschen nicht spürbarer, Strom durch den Körper geleitet wird. Der gemessene Fließwiederstand (Bioelektrische Impedanz) gibt Auskunft über den Körperwasseranteil, der nach der sog. Brozek-Formel und Referenzwerten, die in klinischen Studien gewonnen wurden, in den Körperfettanteil umgerechnet werden kann.

Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA)

Intima-Media-Messung

Die innere Schicht der Gefäßwand einer Arterie wird als Intima, die mittlere als Media bezeichnet. Die Dicke der beiden Schichten beträgt bei jungen Menschen ohne Gefäßerkrankungen bei 0,5 – 0,7 mm. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Dicke dieser Schicht etwa alle zehn Jahre um weitere 0,1 mm zu. Bei gesunden älteren Menschen finden sich zumeist Intima-Media-Werte bis 0,8 mm. Lagern sich Fettsubstanzen in der Intima-Media ab und bilden sich Entzündungsherde, kommt es auf Dauer zur Gefäßverkalkung (Atherosklerose). Wird sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, besteht ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Durch die Messung der Intima-Media-Dicke der Halsschlagadern mit hochauflösendem Ultraschall lassen sich Veränderungen der Gefäße frühzeitig beurteilen. Menschen, die die folgenden Risikofaktoren/Erkrankungen aufweisen, sollten regelmäßig die Dicke ihrer Intima-Media der Halsschlagadern messen lassen:

  • starkes Übergewicht (Adipositas)
  • Raucher
  • körperliche Inaktivität
  • Schlaganfall in der Vorgeschichte
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Arteriosklerose
  • Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern)
  • Fettstoffwechselstörung (Hypercholesterinämie)
  • Bluthochdruck
  • Koronare Herzerkrankung (KHK, Erkrankung der Herzkranzgefäße)
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
  • Herzinfarkt (Risiko bzw. Zustand nach Herzinfarkt)
  • hohe Homocysteinwerte
  • Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis)
  • hohe Harnsäurewerte
  • familiäre Belastung
  • sowie bei weiteren individuellen Gesundheitsrisiken
Intima-Media-Messung

Vitamin D Check

Vitamin D ist streng genommen gar kein Vitamin, sondern eine Vorstufe eines Hormons. Es  ist an einer Vielzahl biologischer Abläufe im Körper beteiligt. In nahezu allen Organen und Geweben des menschlichen Körpers existieren Vitamin-D-Rezeptoren. So ist das Sonnenhormon nicht nur für den Kalziumstoffwechsel wichtig, sondern beeinflusst auch das Immun- und Hormonsystem, die Psyche und den Stoffwechsel. Die Auswirkungen sind eher schleichend, Symptome vielfältig und werden meistens nicht der richtigen Ursache zugeordnet.

Eine Unterversorgung mit Vitamin D kann zu Autoimmunerkrankungen, Infektionen wie Tuberkulose, Bluthochdruck, Osteoporose und Diabetes führen. Sogar die Entstehung von Darm-, Brust-, Prostata- und Lungenkrebs sowie Pankreaskarzinomen wird mit Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht. Besonders schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen konnten in Studien für Personen über 50 Jahren nachgewiesen werden. Mit einem Bluttest lässt sich ein möglicher Mangel an Vitamin D frühzeitig erkennen und entsprechend behandeln.

Vitamin D Check
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