Testosteron und Aderlasstherapie nach Hildegard von Bingen

Testosteron und Aderlasstherapie nach Hildegard von Bingen

Eine Testosterontherapie kann bei manchen Patienten zu einem Anstieg der roten Blutkörperchen und damit des Hämatokrits führen. Genau hier kann die Aderlasstherapie nach Hildegard von Bingen einen ergänzenden Ansatz darstellen: Durch die kontrollierte Entnahme einer bestimmten Menge Blut lässt sich der Hämatokrit reduzieren.

Aderlass nach Hildegard von Bingen bei Testosterontherapie

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Wie kann die Aderlasstherapie nach Hildegard von Bingen die Testosterontherapie ergänzen?

Eine Testosterontherapie soll einen bestehenden Testosteronmangel gezielt ausgleichen und den Hormonhaushalt wieder in ein individuelles Gleichgewicht bringen. Gleichzeitig kann Testosteron die Bildung roter Blutkörperchen stimulieren. Bei manchen Männern steigen dadurch Hämoglobin und Hämatokrit an.

Genau hier kann die Aderlasstherapie nach Hildegard von Bingen eine sinnvolle Ergänzung sein. Durch die kontrollierte Entnahme einer individuell bestimmten Menge Blut werden rote Blutkörperchen entfernt und ein erhöhter Hämatokrit kann gesenkt werden. Das Blutbild bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil der regelmäßigen Kontrolle während einer Testosterontherapie.

Facharzt Hyung-Joon Park & sein Team unterstützen Sie gern bei einer ganzheitlichen Testosteronersatztherapie.

In der Privatpraxis Park betrachten wir beide Aspekte nicht unabhängig voneinander: Die Testosterontherapie wird individuell anhand von Laborwerten, Beschwerden und persönlichem Befinden angepasst. Gleichzeitig behalten wir Veränderungen des Blutbildes im Blick. Wenn der Hämatokrit erhöht ist und eine Blutentnahme medizinisch sinnvoll erscheint, kann der Aderlass als begleitende Maßnahme in das Behandlungskonzept integriert werden.

So lassen sich moderne Hormontherapie und ein traditionelles Therapieverfahren miteinander verbinden: Die Testosterontherapie unterstützt den hormonellen Ausgleich, während der gezielte Aderlass bei entsprechender Indikation zur Regulation des Blutbildes beitragen kann.

Was ist die Aderlasstherapie nach Hildegard von Bingen?

Der Aderlass gehört zu den klassischen Ausleitungsverfahren der Hildegard-Medizin. Hildegard von Bingen beschrieb ihn als gezielte Entnahme einer begrenzten Menge Blut, bei der nicht möglichst viel Blut verloren gehen sollte. Vielmehr sollte der Aderlass nach ihrer Vorstellung das Blut von belastenden oder „schädlichen Säften“ entlasten. Sie legte dafür unter anderem bestimmte Zeitpunkte, geeignete Venen und die Menge des abzunehmenden Blutes fest.

Der heute praktizierte Hildegard-Aderlass ist allerdings nicht identisch mit der mittelalterlichen Durchführung. Moderne Verfahren greifen die Grundidee auf, verwenden aber hygienische und medizinisch-technische Standards. Bei der von Dr. Ewald Töth weiterentwickelten Form werden beispielsweise Anamnese und Blutuntersuchungen einbezogen und statt des historischen Venenschnitts ein entsprechendes medizinisches System zur Blutentnahme verwendet.

Ein wichtiger Punkt ist dabei: Durch die tatsächliche Blutentnahme werden rote Blutkörperchen und damit Eisen und Hämoglobin aus dem Körper entfernt. Dadurch kann insbesondere ein erhöhter Hämatokrit gesenkt werden. Genau dieser Aspekt ist auch im Zusammenhang mit einer Testosterontherapie interessant, da Testosteron bei manchen Patienten die Bildung roter Blutkörperchen steigern und dadurch den Hämatokrit erhöhen kann.

Was kann ein Aderlass bewirken?

  • Senkung eines erhöhten Hämatokrits: Durch die Entfernung von Blut sinkt die Menge der zellulären Blutbestandteile. Das ist ein medizinisch nachvollziehbarer Effekt einer Blutentnahme.

  • Reduktion von Hämoglobin und Eisen: Mit den roten Blutkörperchen werden auch Hämoglobin und Eisen aus dem Körper entfernt.

  • Veränderung der Blutviskosität: Bei erhöhtem Hämatokrit kann eine Blutentnahme die Viskosität des Blutes reduzieren.

  • Entlastung des Blutvolumens: Durch die Entnahme wird zunächst auch das zirkulierende Blutvolumen reduziert.

  • Mögliche Auswirkungen auf den Blutdruck: Für Aderlassverfahren gibt es Untersuchungen zu Blutdruckeffekten; die wissenschaftliche Evidenz bezieht sich allerdings nicht speziell auf den Hildegard-Aderlass. Eine aktuelle Übersichtsarbeit fand Effekte der Phlebotomie bei bestimmten Erkrankungen, betont aber, dass für viele andere Anwendungsgebiete weitere Studien erforderlich sind.

  • Traditionell verstandene „Ausleitung“: In der Hildegard-Medizin wird der Aderlass darüber hinaus als Verfahren zur Entlastung, „Reinigung“ und Regulation des Organismus verstanden. Diese weitergehenden Vorstellungen sind Teil des traditionellen Therapiekonzepts und nicht mit den wissenschaftlich belegten Wirkungen einer Blutentnahme gleichzusetzen.

Dickes Blut - Aderlass hilft?!

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Testosteron-Therapie und Hämatokrit-Anstieg – was bedeutet dickes Blut wirkich?

Wer eine Testosterontherapie beginnt, stößt häufig auf den Begriff „dickes Blut“. Gemeint ist damit in der Regel ein Anstieg des Hämatokrits. Doch was passiert dabei tatsächlich im Körper?

Testosteron kann die Bildung roter Blutkörperchen anregen. Dadurch können die Werte für Hämoglobin und Hämatokrit ansteigen. Der Hämatokrit beschreibt den Anteil der roten Blutkörperchen am gesamten Blutvolumen. Steigt dieser Anteil deutlich an, kann sich auch die Viskosität – also die Zähigkeit des Blutes – verändern.

Ein leicht erhöhter Wert ist nicht automatisch ein Grund zur Beunruhigung. Relevant wird vor allem ein deutlicher oder anhaltender Anstieg. Verschiedene Fachgesellschaften verwenden einen Hämatokrit von etwa 54 % als Schwelle, ab der die Testosterontherapie überprüft und gegebenenfalls angepasst werden sollte. Deswegen zählen auch regelmäßige Blutuntersuchungen dazu, in denen der Hämoglobin- und Hämatokritwert kontrolliert werden.

Bei einem deutlich erhöhten Hämatokrit empfehlen wir eine Blutentnahme beziehungsweise einen therapeutischen Aderlass nach Hildegard von Bingen.

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Testosterontherapie – wieso steigt der Hämatokritwert überhaupt an?

Testosteron stimuliert die Bildung roter Blutkörperchen. Dabei wirkt das Hormon unter anderem auf die Erythropoese im Knochenmark und beeinflusst die Bildung von Erythropoetin. Dadurch können Hämoglobin und Hämatokrit unter einer Testosterontherapie ansteigen.

Wie stark der Hämatokrit ansteigt, hängt unter anderem von Dosis, erreichten Testosteronkonzentrationen und der jeweiligen Formulierung ab.

Gerade injizierbare Präparate können – abhängig vom Präparat und Dosierungsschema – stärkere Schwankungen der Testosteronspiegel verursachen.

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Schützt die Gabe von oralem bioidentischen Testosteron besser vor „dickem“ Blut?

Gerade bei der oralen Gabe von Testosteron ist wichtig: Sie ist nicht automatisch hämatokritschonender. Eine Metaanalyse fand für orales Testosteronundecanoat sogar einen mittleren Hämatokritanstieg von etwa 4,3 Prozentpunkten, gegenüber 3,0 bei Gel und 4,0 bei kurz wirksamem injizierbarem Enanthat/Cypionat.

Die Unterschiede zwischen den meisten Formen waren allerdings statistisch nicht eindeutig, und es handelte sich überwiegend nicht um direkte Kopf-an-Kopf-Vergleiche. Dennoch lässt sich aussagen, dass die Gabe von oralem Testosteron zu einem deutlichen Anstieg der Hämatokritwerte führt und beobachtet werden sollte.

So läuft der Aderlass in der Privatpraxis Park ab

FAQ zu Aderlass & Testosterontherapie

Ist der Aderlass nach Hildegard von Bingen dasselbe wie eine Blutspende?

Nein. Eine Blutspende dient in erster Linie dazu, Blut für die Versorgung anderer Menschen zu gewinnen. Der therapeutische Aderlass wird dagegen gezielt aufgrund einer individuellen medizinischen Situation durchgeführt.

Kann der Aderlass den Hämatokrit dauerhaft normalisieren?

Der Aderlass senkt den Hämatokrit, beseitigt aber nicht automatisch die Ursache für seine Erhöhung. Wenn die Testosterontherapie die Erythrozytenbildung weiterhin stimuliert, kann der Wert erneut ansteigen. Deshalb ist die Verlaufskontrolle besonders wichtig.

Macht Testosteron das Blut „dicker“?

„Dickes Blut“ ist kein medizinischer Fachbegriff. Gemeint ist meist ein erhöhter Hämatokrit, also ein höherer Anteil roter Blutkörperchen am Blutvolumen. Steigt dieser deutlich an, können sich die Fließeigenschaften des Blutes verändern.

Muss ich meine Testosterontherapie wegen eines erhöhten Hämatokrits absetzen?

Nicht grundsätzlich. Ein erhöhter Hämatokrit sollte zunächst ärztlich beurteilt werden. Dabei können beispielsweise Dosierung, Testosteronspiegel, Darreichungsform und weitere mögliche Ursachen berücksichtigt werden. Je nach Befund kann eine Anpassung der Therapie sinnvoll sein.

Warum kann ein Aderlass bei einer Testosterontherapie sinnvoll sein?

Testosteron kann die Bildung roter Blutkörperchen anregen und dadurch den Hämatokrit erhöhen. Bei einem relevanten Anstieg kann eine kontrollierte Blutentnahme dazu beitragen, den Hämatokrit wieder zu senken. Ob ein Aderlass sinnvoll ist, wird anhand der individuellen Laborwerte entschieden.

Was sollte ich nach dem Aderlass beachten?

Nach der Behandlung sollte ausreichend Ruhe eingeplant und auf eine gute Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Körperliche Belastungen sollten zunächst vermieden werden. Individuelle Empfehlungen erhalten Sie direkt nach der Behandlung.

Wie oft muss ein Aderlass durchgeführt werden?

Das lässt sich nicht allgemein festlegen. Entscheidend sind der Ausgangswert, die Entwicklung des Hämatokrits und die Ursache für den Anstieg. Bei einer Testosterontherapie wird deshalb der Verlauf des Blutbildes regelmäßig kontrolliert.

Wie viel Blut wird beim Aderlass entnommen?

Die Menge wird individuell festgelegt. Sie richtet sich unter anderem nach den aktuellen Blutwerten, der körperlichen Verfassung und dem Behandlungsziel. Es gibt daher keine pauschale Blutmenge, die für jeden Patienten gleichermaßen geeignet ist.

Wird der Hämatokrit durch den Aderlass sofort gesenkt?

Durch die Entnahme von Blut werden unmittelbar rote Blutkörperchen entfernt. Der Hämatokrit kann dadurch sinken. Wie stark sich der Wert verändert und wie lange der Effekt anhält, hängt unter anderem von der entnommenen Blutmenge und der individuellen Blutneubildung ab.

Testosteron-Ersatztherapie (TRT) und Aderlass
sinnvoll verbinden

Eine individuell abgestimmte Testosterontherapie kann Männern mit einem nachgewiesenen Testosteronmangel dabei helfen, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Gleichzeitig kann Testosteron die Bildung roter Blutkörperchen stimulieren und dadurch den Hämatokrit erhöhen. Deshalb gehört die regelmäßige Kontrolle des Blutbildes zu einer verantwortungsvollen Testosterontherapie.

Steigt der Hämatokrit deutlich an, sollte zunächst die Testosterontherapie selbst überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Eine kontrollierte Blutentnahme kann bei entsprechendem Befund eine weitere Möglichkeit darstellen, den Hämatokrit zu senken. Die Aderlasstherapie nach Hildegard von Bingen kann dabei – individuell abgestimmt – als ergänzender Bestandteil des Behandlungskonzepts eingesetzt werden.

Bei Praxis Park betrachten wir Testosterontherapie und Blutbild daher nicht isoliert. Entscheidend ist die individuelle Begleitung mit regelmäßigen Laboruntersuchungen, einer passenden Dosierung und einer Therapie, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen des Patienten orientiert.

Unser Ziel ist nicht ein möglichst hoher Testosteronwert, sondern eine individuell passende Hormonversorgung bei gleichzeitig sorgfältiger Kontrolle des gesamten körperlichen Systems.

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